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Haltbarkeit von Mehl

Mehl ist die Basis vieler Backwaren und ein elementarer Bestandteil der Grundversorgung der Bevölkerung. Die Bundesrepublik Deutschland kann die Versorgung mit Mehl zu 100 Prozent durch Eigenproduktion abdecken. Es existieren verschiedene Mehlarten und Mischungen, die Einfluss auf die Haltbarkeit haben.

In Kürze: Wie lange hält sich Mehl?



  • dunkle Mehle halten sich ca. 3 Monate

  • Helle Mehle halten sich ca 1 Jahr

  • Desto höher der Ausmahlungsgrad, desto schneller verderben die Mehle

  • Mehl verliert schnell an Qualität und sollte zügig verbraucht werden

Ideale Lagerbedingungen

Mehl ist Bestandteil vieler Lebensmittel (Bild: Pixabay/Oldermaid)

Mehl ist Bestandteil vieler Lebensmittel (Bild: Pixabay/Oldermaid)

Mehl ist bei falscher Lagerung relativ anfällig für allerhand negative Veränderungen, die nicht nur seine Qualität verschlechtern könnten, sondern sogar zur Ungenießbarkeit

führen können. Um die maximale Haltbarkeit des Lebensmittels zu gewährleisten sollte es gut verschlossen gehalten werden.

Das dient nicht nur dazu, um einer eventuellen Schimmelbildung vorzubeugen, sondern auch, um die Annahme von Fremdgerüchen zu verhindern. Außerdem sollte es dunkel und trocken bei einer Luftfeuchtigkeit von maximal 65 Prozent gelagert werden. Eine ideale Lagertemperatur beträgt 16 bis 20 Grad Celsius.

 

Mehlverbrauch Deutschland



  • Pro-Kopf-Verbrauch 69,4 kg (2014/15)

  • davon 61,5 kg Weizen, 7,9 kg Roggen

  • Herstellung in Deutschland 7,99 Mio Tonnen (2010/11)

Grelles Licht führt zum Abbau von Vitaminen, auch die Farbe des Mehls kann darunter leiden. Feuchtigkeit ist noch verheerender, da insbesondere bei Vollkornprodukten und

Frisch gemahlenes Mehl (Bild:Pixabay/Unsplash)

Frisch gemahlenes Mehl (Bild:Pixabay/Unsplash)

Schrot mit zahlreichen Nebenstoffen wie Schalen und Kernen etc. ein besonders schneller Alterungsprozess einsetzt.

Anfälligkeiten sind außerdem auch im Kühlschrank festzustellen, insbesondere, wenn die Verpackung schon geöffnet wurde, weshalb eine Lagerung bei so niedrigen Temperaturen keine Vorteile hinsichtlich der Verlängerung der MHD bringt. Eine Lagerung von möglichst kleinen Mengen, die rasch verbraucht werden ist besonders ratsam.

 

Die Mehltypen und ihre Haltbarkeit

Vollkornmehl und Vollkornschrot gelten aufgrund ihres Keimlinganteils als besonders kurzlebig. Sie können bereits nach drei bis vier Wochen etwas ranzig werden und halten sich maximal sechs bis acht Wochen. Wurden die Keimlinge im Backschrot entfernt, erhöht sich das Verbrauchsdatum auf ca. zwei bis drei Monate.

Weiße Mehle haben die längste Haltbarkeit (Bild:Pixabay/kaboompics)

Weiße Mehle haben die längste Haltbarkeit (Bild:Pixabay/kaboompics)

Roggenmehl 1370 und Weizenmehl 1050 weisen einen besonders hohen Grad an Ausmahlung auf, was sie weniger langlebig macht als Mehle mit geringerem Ausmahlungsgrad. Die sogenannten dunklen Mehle können sich sechs bis acht Monate halten. Allerdings wird aufgrund des Qualitätsverlustes dazu geraten sie bereits innerhalb von drei bis sechs Monaten zu verbrauchen.

Bei idealer Lagerung sind helle Mehle bis zum Typ 812 am längsten Haltbar. Sie weisen einen geringen Ausmahlungsgrad auf und halten sich ein Jahr bis 18 Monate. Dazu zählen beispielsweise auch Weizenmehl 405 und Roggenmehl 815, sowie Weizenmehl 550 (Pizzateig).

Es bleibt immer zu beachten, dass die Qualität des Mehls bei längerer Lagerung nachlässt, so z. B. Seine Backeigenschaften, daher ist ein rascher Verbrauch wünschenswert. Es sollte nach Möglichkeit immer nur so viel Mehl eingekauft werden, wie in naher Zukunft verkonsumiert wird.