Stollengebäck

Abgelaufene Hefe

Ob für den Kuchen oder die selbstgemachte Pizza – neben Mehl und Wasser ist bei vielen Rezepten auch Hefe ein wichtiger Bestandteil des Teigs. Die Hefe sorgt dafür, dass der Teig aufgeht und locker wird, zudem verleiht sie ihm den besonderen leicht säuerlichen Geschmack. 

Wann sollte man abgelaufene Hefe nicht mehr verwenden?

meherere Hefebrötchen

Frisch gebackene Hefebrötchen
Bild: Pixabay/Pixel1

Hefe ist zum einen als aktive Trockenhefe, zum anderen als Frischhefe erhältlich. Während man die Trockenhefe über einen langen Zeitraum aufbewahren kann, hat die Frischhefe ein Mindesthaltbarkeitsdatum von wenigen Wochen. Doch auch nach Ablauf muss die Hefe nicht zwangsläufig in den Mülleimer wandern. Es kann zwar vorkommen, dass Hefe sich etwas verfärbt und austrocknet, wenn man sie über einen längeren Zeitraum aufbewahrt. Die trockenen Stellen lassen sich aber einfach entfernen und die restliche Hefe kann man normalerweise noch weiterverwenden. Abgelaufene Hefe kann allerdings weniger Triebkraft haben, das heißt, der Teig geht nicht so gut auf. Hat sich allerdings Schimmel auf der Hefe gebildet, muss man sie in jedem Fall komplett entsorgen. Und auch wenn die Hefe sehr intensiv und unangenehm riecht und die Konsistenz schmierig ist, sollte man sie nicht mehr verwenden.

Haltbarkeit von Hefe



  • Trockenhefe hält sich bei trockener Lagerung viele Monate.

  • Im Kühlschrank ist geöffnete Frischhefe etwa 1 Woche haltbar.

  • Ungekühlt sollte man sie innerhalb von 2 Tagen aufbrauchen.

  • Ist man unsicher, ob die abgelaufene Hefe noch ausreichend treibt, kann man dies prüfen, indem man einen Vorteig ansetzt.


Was passiert bei der Gärung?

Frische Backzutaten - kann da die Hefe auch abgelaufen sein?

Frische Backzutaten – kann da die Hefe auch abgelaufen sein?

Hefen sind kleine einzellige Pilze, die sich durch Zellteilung vermehren. Bei der Gärung im Teig wandelt die Hefe die Stärke des Mehls in Zucker um, dabei entstehen pro Zuckermolekül zwei Moleküle Kohlendioxid. Das Gas bewirkt, dass der Teig sein Volumen vergrößert und lockerer wird. Außerdem werden Säuren gebildet, die für das charakteristische Aroma von Hefeteig verantwortlich sind. Je wärmer es ist, desto schneller läuft die Gärung ab, bei über 40° Celsius gerinnt allerdings das Eiweiß der Hefepilze und sie sterben ab. Darüber hinaus ist auch das Timing entscheidend: Je länger die Gärung dauert, desto mehr Kohlendioxid wird gebildet. Lässt man den Teig jedoch zu lange gehen, kann er das Gas nicht mehr halten. Die Folge: Das Kohlendioxid entweicht und der Teig fällt zusammen.

Gesund dank Hefe



  • Hefe enthält viele gesunde Nährstoffe, wie beispielsweise Vitamin B, Calcium und Magnesium.

  • Die Hefe sorgt damit für eine Kräftigung von Haut, Haaren und Nägeln.

  • Außerdem beeinflusst sie das Immunsystem und die Darmflora positiv.


Hefen werden übrigens nicht nur fürs Backen, sondern auch bei der Herstellung von Wein oder Bier sowie in der Nahrungsmittel- und pharmazeutischen Industrie verwendet.

Tipp: Wer immer einen Vorrat an Frischhefe zu Hause haben möchte, kann diese einfach einfrieren – sie hält sich dann bis zu vier Monaten. Beim Auftauen kann es vorkommen, dass die Hefe etwas flüssiger ist, dies hat aber keinen Einfluss auf die Triebkraft.