Weiternutzung als Fondue, zum Backen oder als Verzierung (Bild:Pixabay/Condesign)

Abgelaufene Schokolade

Schokolade ist eine der vielseitigsten und beliebtesten Süßigkeiten. Egal ob als braune Milchschokolade, dunkle Zartbitterschokolade oder weiße Schokolade liegt sie in zahlreichen Variationen und Formen vor. Je nach Lagerung und Art ist sie lange nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums zum Genuss geeignet.

Kurz und knapp: Abgelaufene Schokolade



  • Schokolade ist noch lange nach dem Ablauf des MHD haltbar

  • die weiße dünne Schicht auf der Schokolade ist ein Fettfilm und unbedenklich

  • Bei Schimmel oder Wurmbefall ist die Schokolade nicht mehr zu retten und muss entsorgt werden

Abgelaufene Schokolade – Ist sie noch genießbar?

Schokolade lässt sich noch lange nach dem angegebenen MHD essen (Bild:Pixabax/422737)

Schokolade lässt sich noch lange nach dem angegebenen MHD essen (Bild:Pixabax/422737)

Schokolade gehört zu den Lebensmitteln, bei denen das Mindesthaltbarkeitsdatum relativ niedrig angesetzt wurde. Oftmals ist sie noch sehr gut genießbar, nachdem das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Zwei Faktoren beeinflussen die Haltbarkeit jedoch maßgeblich.

Zum einen ist die Temperatur wichtig, bei der die Schokolade eingelagert wurde. So empfiehlt sich eine kühle Lagerung, am besten im Kühlschrank. Größere Hitze durch z. B. intensive Sonneneinstrahlung sorgt dafür, dass das Lebensmittel eher verdirbt. Ein zweiter Aspekt ist die Art der Schokolade. Der Zuckergehalt wirkt sich bei der Lebensdauer der Schokolade positiv aus. Vollmilchschokolade und weiße Schokolade sind länger haltbar, Zartbitterschokolade hingegen tendenziell weniger.

Ob die Schokolade noch essbar ist, obwohl das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten wurde, ist auf einfache Weise festzustellen. Sind keine groben optischen Veränderungen wie Schimmel sichtbar und ist kein unangenehmer Geruch bemerkbar, bleibt nur der Geschmackstest. Dazu sollte ein kleines Stück der Schokolade probiert werden.

In vielen Fällen ist lediglich ein verminderter Geschmack festzustellen, da die Qualität der Schokolade in jedem Fall abnimmt, wenn diese über einen längeren Zeitraum liegt.

Tipp: Schokolade sollte zwar im Kühlschrank gelagert werden, ihren vollen Geschmack entfaltet sie jedoch bei Zimmertemperatur.

 

Optische Veränderungen und Qualitätsverlust – was tun?

Weiternutzung als Fondue, zum Backen oder als Verzierung (Bild:Pixabay/Condesign)

Weiternutzung als Fondue, zum Backen oder als Verzierung (Bild:Pixabay/Condesign)

Ein sehr weit verbreitetes Phänomen bei Schokolade ist das Auftreten einer dünnen weißen Schicht, welche entsteht, wenn die Schokolade längere Zeit unangetastet blieb. Der Fachausdruck für diesen weißen Schleier ist Fettreif. Auch wenn er als großer Feind der Schokoladenindustrie gilt und die Schokolade optisch abwertet, ist er alles andere als gefährlich.

Mit der Zeit sondert sich das Fett von der Kakaobutter ab und tritt an der Außenseite als eben jener weißer Schimmer in Erscheinung. Wem dies nicht gefällt, wer die etwas ältere Schokolade aber nicht entsorgen möchte, der könnte sie in einem Topf in einem Wasserbad schmelzen lassen und sie für Kuchen, Plätzchen oder andere Verzierungen nutzen.
Wenn abgelaufene Schokolade keinesfalls mehr genießbar ist, ist dies mit deutlichen optischen Anzeichen belegbar. Neben Schimmel treten bei sehr alter Schokolade kleine Würmer auf, die bereits mit dem bloßen Auge zu erkennen sind. In beiden Fällen ist die Schokolade nicht mehr zu retten und muss im Müll entsorgt werden.